Schon länger war sie nicht mein Gast. Ich dachte schon, sie hätte mich verlassen.

Es war am frühen Morgen gegen drei Uhr. Im Halbschlaf ging ich zur Toilette und auf dem Weg zurück ins Bett geschah´s. Er klopfte an die Tür meines Geistes. Dieser besondere Angstgedanke. Besonders deshalb, weil er in der Lage war, sich binnen kurzer Zeit in leichte Panik zu verwandeln. Ich fühlte es mitten auf meiner Brust, so ein unruhiges, wellenförmiges zittern. Nein, kein Herzflimmern, das habe ich damals mehrfach untersuchen lassen. Mein physisches Herz ist völlig in Ordnung. Davon konnte mich schlussendlich ein völlig unnötiger, dafür umso wirkungsvollerer, Besuch in der Notaufnahme (reine Panik) der Herzklinik überzeugen, nachdem es vorher einige Heilpraktiker vergeblich versucht hatten.

Okay…die Nachtruhe war vorbei. Den Tag habe ich mit Hilfe der Vergebung gut verbracht, hatte dazu einen netten Spaziergang und ein paar schöne Begegnungen, die das ihre dazu beigetragen haben, sodass ich guter Dinge war.

Um 22 Uhr machte ich das Licht aus und schlief gleich ein. Doch war der Schlaf nicht so tief in dieser Nacht. Immer wieder wachte ich auf und fühlte dieses leichte Zittern. Es war zwar nur leicht, aber es war wieder da.

Diese Nacht wurde zu einer tiefen Erfahrung. Immer wenn ich wach war, auch nur im Halbschlaf, habe ich vergeben. Es ist einfach so geschehen. Automatisch. Lauter glückliche Gedanken GOTTES kamen zu mir geflogen. Immer und immer wieder. So schlief ich auch immer wieder ein. Nicht tief, aber ich schlief. Es trug mich durch die Nacht, was ich dankbar als Segen empfunden habe.

Gegen Morgen dann: „Das unangenehme Gefühl auf meiner Brust ist nicht die Wahrheit. Dahinter wohnt wirklich GOTT. In der tiefsten Tiefe finde ich Ihn.“ Danach….um 5 Uhr…..war es plötzlich ruhig.

Ich stand auf, machte mir einen Tee und freute mich auf meine Tageslektion. Ich fühlte mich stark und klar. In dem Moment wurde mir die Macht meines Geistes mal wieder sehr bewusst.

Das Erlebte inspiriert und bestärkt mich weiter auf meinem Weg mit dem Kurs. Der Geist ist der, der Heilung braucht. Alle Ursache und alle Macht liegt in ihm. Der Rest ist Folge. Je nachdem mit wem ich denke (mit dem Ego oder dem HEILIGEN GEIST), geht mein Weg in das Leid oder zum Frieden, zu GOTT hin.

Und jeden Moment kann ich mich neu entscheiden. Ich muss mich sogar immer wieder entscheiden, denn sobald ich unbewusst werde, erzeuge ich Leid auf die ein oder andere Weise.

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Ja, ich weiß sehr gut, niemand mag das Thema, am Besten nicht drüber reden oder auch nicht zeigen, dass ich Angst habe. Ich doch nicht.

Doch: Wir alle haben Angst hier. Niemand, der noch so mutig erscheint, hat sie nicht. Im Gegenteil hinter jeder nach außen gezeigten Fassade steckt die Angst.

Der Kurs lehrt uns, dass es nur zwei Gefühle gibt, nämlich Liebe und Angst.

Alles, was nicht Liebe ist, ist demnach Angst, gleich auf welche Weise es sich zeigt. Wut, Schmerz, Trauer…..unter allem liegt die Angst. All die Gefühle mit anderem Namen dienen letztlich nur, um diese zu verbergen. Denn würden wir der Angst ins Auge schauen – mit dem Licht des HEILIGEN GEISTES oder JESUS – würde sie verschwinden. Wer tut das schon? Wo haben wir das gelernt? Wir lernen es jetzt mit dem Kurs.

Da wir seit Äonen schon hier sind und erst jetzt beginnen, zu lernen, müssen wir uns nicht wundern, wenn wir nicht immer immediate Wirkungen erzielen.

Der Schlaf der Angst sitzt tief und gleichzeitig ist sie nichts und nicht vorhanden. Sie existiert nur durch unseren Glauben. Also ist es richtiger zu sagen: „Mein Glaube (Irrglaube) daran sitzt tief.“ Und einen Glauben aufzuheben, das braucht manchmal wirklich Zeit, und dann auch noch Zeit, die es ebenfalls letztlich nicht einmal gibt (hat sogar die Quantenphysik bereits herausgefunden). Also, wir können sehen, wie verworren das ganze Wahnsystem des Ego ist.

Wir brauchen Geduld, unendliche Geduld. Die bringt schon mal ein gewisses unmittelbares Ergebnis.

Ein weiterer Grund, warum wir gutmütig auf den Fortschritt unseres Lernens schauen sollten, ist, dass es überhaupt schon von unglaublicher Größe zeigt, sich diesem Weg anzuschließen. Das Lernen des Kurses stellt das gesamte Lernen der Welt auf den Kopf. Den Mut, sich einem neuen Glauben zu öffnen, all das ver-lernen zu wollen, was wir seit Anbeginn der Zeit gelernt haben.

Die Bereitwilligkeit, die geistige Offenheit für ein neues Lernen: Jeder, der sich dazu entscheidet, verdient Dankbarkeit und Respekt.

So lasst uns also gutmütig aufeinander schauen und unsere Lernfortschritte dankbar respektieren. Wir gehen den Weg nicht allein. Der HEILIGE ist bei uns und all unsere Mitmenschen schenken uns Lektionen zur Vergebung. Soooo viele Möglichkeiten uns froh zu machen. Mit jeder Vergebung kommen wir dem Himmel näher…..

Was ist die Angst? Warum haben wir denn sogar Angst vor der Angst?

Wenn wir es wirklich tief verstehen wollen, dann dürfen wir nicht stecken bleiben bei traumatischen Erinnerungen unserer Kindheit, nicht einmal vergangene Leben sind die Antwort.

Die wirkliche Antwort ist der Glaube, das Paradies oder den VATER verlassen zu haben. Das ist die Urangst (auf der alle anderen Ängste aufbauen), die das Bewusstsein der Schuld in unseren Geist gebracht hat und damit die selbstgemachte Angst vor dem scheinbar gerechtfertigten Zorn des VATERS.

Der Schleier des Vergessens
Sofort nach der scheinbaren Trennung entschied sich das vor Angst wahnsinnige, abgespaltene, kleine Selbst, das Ganze zu verdrängen, was den Schleier des Vergessens hervorrief, um sich das Gefühl zu geben, für immer in Sicherheit zu sein. Alles, was danach kam – bis heute, konnte nicht anders als wahnsinnig sein. In der Bibel steht, dass Adam in einen tiefen Schlaf fiel und bis heute findet sich kein Hinweis auf sein Erwachen.

Ausgesprochen dankbar lernen wir endlich und erstmals mit dem Kurs, dass das alles nur unsere Fantasie ist. Unser VATER, der nur Liebe ist und absolut nichts anderes, hat uns natürlich nicht aus dem Paradies vertrieben, das würde ein liebender Vater niemals tun. Er würde uns auch nicht den Baum der Erkenntnis vorenthalten. 

Angst ist also selbstgemacht. In Wahrheit existiert sie nicht und GOTT will auch nicht, dass wir Angst haben. Da wir aber nun mal den freien Willen haben, kann ER sie auch nicht von uns nehmen. ER wartet geduldig, bis wir uns anders entscheiden. Würde ER das nicht tun, sondern eingreifen, würde ER uns machtlos machen.

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Noch ein wichtiger Zusatz: Ich mag (bzw. mochte) das Wort „Kontrolle“ gar nicht. Mit Osho war das alles andere als beliebt und mit dem Kurs musste ich neu lernen. Hier die entscheidende Stelle passend zum Thema: „Alles Unwichtige kann meiner Kontrolle überlassen werden, während alles Wichtige von meiner Führung gelenkt werden kann, wenn du das willst. Die Angst kann nicht von mir kontrolliert werden, aber sie kann von dir selbst kontrolliert werden. Die Angst hindert mich daran, dir meine Kontrolle zu geben.“……etc…..T.2.VI.1.3:5