Grundgedanken

Die hier dargelegten Gedanken spiegeln – in aller Kürze – mein Verständnis von Ein Kurs in Wundern©* wider.

Der menschliche Geist ist gespalten

In dieser Spaltung liegt die Wurzel allen Konflikts.

In dem uns gewöhnlich bewussten Teil unseres Geistes denken wir, etwas zu sein, was wir nicht sind. Wir haben vergessen, was wir wirklich sind und wo wir wirklich zuhause sind. Wir haben vergessen, dass, wie, wann und warum die Spaltung geschah. Hier fühlen wir uns so, wie wir uns normalerweise fühlen: getrennt voneinander.

Doch heil sein ist eins sein ist ganz sein. Heil sein ist Liebe sein. Der heile oder lichte Teil unseres Geistes erinnert sich an die Liebe und damit an das eine Selbst, das wir alle miteinander teilen.

Wie können wir in diese Einheits-Erfahrung gelangen?

Sich dem lichten Teil unseres Geistes zuwenden

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Es ist für die Heilung grundlegend wichtig, sich dem lichten Teil unseres Geistes zuzuwenden, in dem die Liebe wohnt.

Die Macht der Entscheidung und das Ursache-Wirkung Prinzip

Wahrnehmung ist subjektiv, sie ist unmittelbare Folge des Denkens. Zwei Menschen sehen dasselbe, berichten darüber aber völlig verschieden, weil ihre jeweilige Wahrnehmung auf ihrer jeweiligen Deutung des Geschehens beruht. Die Deutung wiederum unterliegt dem jeweilig gewählten Wertesystem.

So absurd es klingen mag,
so sind Wahlmöglichkeiten im menschlichen Wertesystem letztlich beschränkt auf nur zwei Optionen: Liebe oder Angst. Liebe und Angst sind wie Licht und Dunkelheit, sie schließen einander aus. Liebe kennt die Angst nicht, Angst kennt die Liebe nicht. Immer schauen wir mit einem der beiden auf alle Dinge. Was nimmt die Liebe wahr, was die Angst?

Angst
In dem gewöhnlich bewussten Teil unseres Geistes wird Wahrnehmung von Angst bestimmt. Sie urteilt und be-urteilt. Sie ist überzeugt von sich. Sie liebt die Schuld, die sie entweder bei sich selbst oder beim anderen sucht, was letztlich auf dasselbe hinausläuft.
Die unausweichliche Folge ist Konflikt.
Der Angst zugeordnet sind alle Gefühlszustände, die nicht zutiefst glücklich sind. Ein übergeordneter Begriff für Angst ist Ego.

Liebe
In dem Teil, der sich an unser wahres Selbst erinnert, wohnt die Liebe. Sie vergibt und vertraut. Sie schaut gütig.
Die Folge ist Frieden und eine stille, innere Freude ohne Grund.
Je unmöglicher diese Option uns erscheint, umso dichter ist der Schleier, der den lichten Teil des Geistes noch verhüllt. Ein anderer Name für Liebe ist Gott.

Ergo
Geist ist Ursache, Wahrnehmung ist Wirkung. Je nachdem, mit welchem Teil unseres Geistes wir auf die Dinge schauen, nehmen wir wahr. Insofern sind wir verantwortlich für das, was wir sehen und in der Lage, unsere Wahrnehmung – mit dem daraus unweigerlich entstehenden Gefühl (Frieden oder Konflikt) – mit Hilfe einer bewusst getroffenen Entscheidung willentlich zu beeinflussen.

Prämisse 1: Unsere wahre Natur ist reine Liebe

Wenn das wirklich stimmt, dann müssen wir vergessen haben und uns im Tiefschlaf befinden, denn wir erfahren uns als alles mögliche, aber sicher nicht als reine Liebe. Dann muss unsere Wahrnehmung so etwas wie eine Fantasie oder ein Traum von Krankheit, Leid und schlussendlich Tod sein, denn so nehmen wir uns und die Welt doch wahr. Natürlich abgesehen von den schönen Momenten. Du meinst, es wäre Unsinn zu denken, dass dies hier ein Traum ist? Nun, wenn wir nachts träumen, fühlt sich das Erlebte auch sehr real an. Wer kennt das Gefühl der Erleichterung nach dem Aufwachen aus einem nächtlichen Alptraum nicht?

Prämisse 2: Wir sind eins mit unserem Schöpfer und der gesamten Schöpfung

Wenn das wirklich stimmt, dann ist dies ein Traum der Trennung. Wir fühlen uns bedroht und auf ständigen Schutz und äußere Sicherheit bedacht. Das ist mehr als offensichtlich. Wären wir uns unseres Einsseins gewahr, vor wem oder was würden wir uns schützen wollen?

Was hat es auf sich mit „Erwachen“ und „Erleuchtung“?

Es geht um das Erwachen aus eben diesem Traum oder auch Schlaf. Darum, dass das Licht in unserem Geist angeht und wir endlich wieder sehen können. Sehen, was und wo wir in Wahrheit sind.

„Die Wahrnehmung ist ein Spiegel, keine Tatsache. Und das, worauf ich schaue, ist mein Geisteszustand, der sich außen spiegelt.“ – Ein Kurs in Wundern©, Ü-II.304.1:3-4.

Solange wir etwas anderes wahrnehmen als reine Liebe, nehmen wir falsch wahr. Wir schlafen. Wir projizieren. Ein schlafender Geist dreht einen Film.

Wie erwachen wir aus dem Traum?

Es gibt viele Wege. Der Weg, den ich gehe und anbiete, läuft über wahre Vergebung, letztlich über die vollkommene Vergebung. Es ist nicht die Vergebung, wie die Welt sie lehrt.

Der Traum wird weder verurteilt noch ignoriert, er wird genutzt. Jeder hat genau sein Lernfeld mit genau den Menschen und den Gegebenheiten, die ihm willentlich, meistens eher unwillentlich oder unwissentlich, helfen, sich zu befreien. So sind denn alle sogenannten Probleme in Wirklichkeit wertvolle Gelegenheiten. Wir müssen nur lernen, wie wir sie nutzen können. Es ist ein Lernprozess. Je freudiger und motivierter wir den Weg gehen, umso leichter schreiten wir voran.

Was ist der Tod?

Er ist eine Illusion. Er gehört zur Idee, dass wir der Körper sind. Der Körper stirbt nicht, er wird abgelegt. Und das, was wir in Wahrheit sind, ist unsterblich. Zur Idee des Todes, beziehungsweise des Körpers, gehört das gesamte Leiden des Menschseins in jeder nur erdenklichen Form.

Auf dem Weg der vollkommenen Vergebung wird der Körper als Kommunikationsmittel gesehen und spielt insofern eine wichtige Rolle.

Warum ist Nächstenliebe so wichtig?

Der Gedanke „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist der Schlüssel zur vollkommenen Vergebung, zur vollkommenen Liebe und damit zum Erwachen. Und genau dies kommen wir nicht umhin zu lernen, wenn wir aus dem Traum der Trennung erwachen wollen.

Wie liebe ich meinen Nächsten?

Und hier sind wir bei unseren Gedanken angekommen. Wir können äußerlich Gutes tun und innerlich ungut denken. Die guten Taten sind rühmlich und natürlich wertvoll, aber solange unsere Gedankenwelt nicht rein und liebevoll ist, lieben wir nicht. So geht es denn darum, bei uns selbst und unserem eigenen Geist zu beginnen und diesen zu läutern. Eben mit der Vergebung in der Form, wie ich sie oben angedeutet habe.

Was ist Heilung? Wann sind wir heil?

„Es gibt einen uralten Frieden, den du in deinem Herzen trägst und nicht verloren hast.“ – Ein Kurs in Wundern©, Ü-I.164.4:2.

Heil sein ist das Gewahrsein eines inneren Friedens, der – völlig unabhängig von äußeren Gegebenheiten – immer in uns ist.

Dieser Frieden beruht

  • auf der Einsicht, dass die Trennung nie geschehen ist und was infolgedessen unsere wahre Identität ist, und zwar genau jetzt, nicht auf dem Friedhof;
  • auf Vertrauen. Wir vertrauen, dass alles unserem Besten dient. Wir sehen das Gute in jedem und in allem, was geschieht;
  • auf der Einsicht, dass die Liebe uns erschaffen hat wie sich selbst und dass infolgedessen alles, was nicht Liebe ist, ein Ruf nach Liebe ist, den wir entsprechend beantworten.

Warum heißt meine Seite „Heil-Sein, jetzt!“?

Weil das Gewahrsein unseres Heilseins im Jetzt geschieht, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft. Wir erinnern uns einen Augenblick und vergessen wieder. Wir alle. Doch erinnern wir uns immer öfter, bis zu dem Moment, in dem es so viele Augenblicke der Erinnerung geben wird, die sich aneinanderreihen, dass es nur noch dieses eine Jetzt geben wird: Nur noch reine Liebe.

Das Wunder in Ein Kurs in Wundern©

Wenn der Geist bemerkt, dass er lieblos wahrnimmt und der Berichtigung bedarf, so ist dies ein Wunder im Sinne des Kurses. Die Berichtigung des Geistes beinhaltet die Erinnerung an Gott, an die Wirklichkeit der Liebe und nur der Liebe.

Mein geistiger Hintergrund seit 2009 ist Ein Kurs in Wundern© (EKIW) / Greuthof Verlag. 

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© Greuthof Verlag, Freiburg i.Br.