Aktualisiert am 2. Mai 2021 von Brigitte Bokelmann

Ich denke, ich tue, ich fühle.
Ich fühle mich sicher. Ich fühle mich bedroht. Ich bin krank. Ich bin gesund. Ich bin traurig. Mir geht es gut. Ich bin glücklich. Mir ist kalt. Ich bin verzweifelt. Ich habe Angst. Ich mache mir Sorgen. Ich
bin müde. Ich kann nicht schlafen. Ich habe gut geschlafen. Ich habe ein gutes Gefühl. Ich habe ein schlechtes Gefühl. Ich habe Hunger. Ich…ich…ich.

Wer oder was ist dieses ich?
Es scheint ein ich zu sein, dass sich ständig wandelt. Es ist immer in einem anderen Zustand. Es braucht immer neue und andere Dinge, um existieren zu können, um (über-)leben zu können. Es strebt nach…. Ja, nach was? Jedes ich strebt nach etwas anderem. Unterschiede werden betont und gesucht. Basierend auf eigene Wertvorstellungen trifft dieses ich Entscheidungen. Individualität steht hoch im Kurs. Ich bin anders als du, besser als du, kreativer als du, reicher wie du. Oder hässlicher, ärmer, unglücklicher.

Das ich vergleicht ständig, urteilt ständig, ist völlig vom eigenen Urteil überzeugt. Es glaubt an sich und ist sich selbst am nächsten. Es ist sicher, dass mit dem Alter gewisse Dinge geschehen und es auf den Tod zugeht. Irgendwann ist es nicht mehr da. Das könnte natürlich einem geliebten Menschen vorher schon geschehen. Wie dann den Verlust verkraften? Angst. Sorge.

Ganz ehrlich,
gibt es etwas Unzuverlässigeres, etwas Unbeständigeres,
etwas Bedrohlicheres als dieses ich? Ist „ich“ nicht eher reines Chaos? Muss so ein ich nicht Angst machen? Fühlt sich letztlich nicht jeder hier irgendwie bedroht und fragt sich, wie er sich am Besten schützen kann?

Worauf bezieht sich das ich eigentlich?
Ist es nicht der Körper, mit dem sich dieses ich identifiziert? Dreht sich letztlich nicht alles um ihn? Ihn füttern, warm halten, bewegen, zur Arbeit bringen, Medizin geben. Ihm geben, wonach er verlangt. Er scheint Gefühle hervorzubringen, auch sogenannte Bauchgefühle. Er ist mit Sinnen ausgestattet, die das ich benutzt und dann sagt, was es hört, sieht, fühlt, ertastet. Auch wenn Menschen dasselbe hören, riechen, sehen, ruft es in ihnen doch unterschiedliche Wahrnehmungen und Reaktionen hervor.

Ist dieses ich wirklich das, was ich bin? Kann das sein? Wäre das nicht die Hölle?
Das, was wir ich nennen, ist chaotisch. Unberechenbar, unzuverlässig. Steter Wandel. Der stete Wandel ist das Einzige, was hier wirklich zu sein scheint. Leben und Tod. Ein Kreis, der sich seit Anbeginn der Zeit unendlich zu drehen scheint, wie ein Strudel, den man nicht aufhalten kann.

Wirbelsturm

Im Zentrum des Wirbelsturms ist es still.

Und doch. Hier ist ein Symbol für das, was wirklich ist. Für das, wo Frieden ist. Für das, was ich wirklich bin.
Inmitten eines Wirbelsturms ist Stille. Da dreht sich nichts. Da ist nichts als Ruhe, keine Bewegung. Rundum Chaos, innen still…ewig still. Frieden. Identifiziere dich mit dem Chaos des Wirbelsturms, und du bist verloren. Lass dich fallen, und entspanne dich in das ruhige Zentrum hinein: Hier bist du zuhause, hier ist Frieden.

Aufmerksamkeit ist Leben, ist Nahrung.
Schenke dem Aufmerksamkeit, das du in dir nähren willst. Du allein entscheidest. Das kann niemand für dich tun.
Entscheidungen sollten getroffen werden aus dieser tiefen Stille heraus, nicht aus dem Chaos. Dann, und nur dann, sind es Entscheidungen, die für dich und für alle anderen sind und niemals gegen.

Winwin.
Frieden und Freude ist dort, wo alle gewinnen und niemand mehr verliert. Ist das möglich in dieser Welt? 
Du kannst es für dich möglich machen. Lasst uns gemeinsam L…ich…tblicke sein für uns selbst und füreinander. Beginne zu geben, zu ver-geben. Vergib, und die Welt, die du siehst, wird eine andere sein.

  • Du kannst entweder die knurrenden Hunde schicken, und sie werden dir die Zeugen des Hasses und der Angst bringen, denn darauf sind sie abgerichtet. 
  • Du kannst aber auch die Boten der Liebe hinaus senden. Sie werden dir die Zeugen bringen für das, was immer wahr war, es auch jetzt ist und immer sein wird: die LIEBE GOTTES.

Finde sie in dir und schenke sie aus vollem Herzen weiter. Mache keine Ausnahmen darin, denn GOTT macht keine Ausnahmen.

Die menschliche Liebe gründet auf Besonderheit, Ausschluss und letztlich auf Bedürftigkeit (Ich brauche dich.). Als Solches ist sie letztlich Teil des Wirbelsturms. Früher oder später wird sie, wie alles hier, enden. Sie hat allerdings einen großen Wert als Entwicklungsstufe hin zur allumfassenden LIEBE GOTTES.

Beginne auf dein großes ICH zu hören. Höre endlich auf den Ruf nach LIEBE.

PS
Ganz wichtig zum Verständnis:
Es geht hier nicht darum, dass der Körper verleugnet werden sollte. Auf gar keinen Fall. Sei „normal“ – natürlich gibst du ihm, was ihm gut tut. Du kannst dies jedoch tun im Bewusstsein, dass er und alles hier nur eine Erscheinung ist und sonst nichts. Er ist nicht das, was du wirklich bist.

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